Bezirksregierung
Arnsberg
23.04.2026
Verzehrempfehlung

Blattgemüse auf Schadstoffe in Lünen untersucht

Auch im Jahr 2025 hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima in Lüner Kleingärten Nahrungspflanzen auf ihre Schadstoffgehalte untersucht und hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Risiken bewertet.

Um Auskunft über die verschiedenen Eintragspfade zu erhalten, wurde Grünkohl in Beete und in Pflanzbehälter gepflanzt. Grünkohl ist in besonderer Weise geeignet über den Luftpfad Schadstoffe aufzunehmen und anzureichern. So weisen die Untersuchungsergebnisse zu den in Einheitserde gesetzten Grünkohlpflanzen auf die über den Luftpfad eingetragenen Schadstoffe hin, während die in Beete gesetzten Pflanzen über alle Wirkpfade Stoffe anreichern (Luft-, Wurzel- und Verschmutzungspfad). Die Pflanzen wurden nach Ende der Vegetationsperiode küchenfertig aufbereitet und laboranalytisch auf die Schwermetalle Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Arsen, Kupfer, Zink sowie auf die weiteren Stoffe Aluminium, Antimon, Barium, Cobalt, Eisen, Mangan, Molybdän und Vanadium untersucht und hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Risiken bewertet.

Die Untersuchungen weisen auch für das Jahr 2025 im Vergleich zur nicht industriell geprägten Hintergrundbelastung in NRW auf erhöhte, über den Luftpfad eingetragene Schadstoffe hin. Dies betrifft insbesondere den Parameter Blei, teilweise auch die Parameter Chrom, Arsen und Aluminium. Trotz dieser über der Hintergrundbelastung liegenden Schadstoffgehalte, wurde jedoch festgestellt, dass durch den Verzehr von Nahrungspflanzen aus Lüner Kleingärten für keinen der untersuchten Stoffe ein erhöhtes gesundheitliches Risiko besteht. Dies gilt insbesondere für die im Grünkohl angereicherten Stoffe Blei, Cadmium und Nickel, deren Gehalte deutlich unter den zulässigen Höchstmengen aus EU-Verordnungen liegen. 

Eine Aufrechterhaltung der Empfehlung bestimmte Nahrungspflanzen im Untersuchungsgebiet nicht mehr zu verzehren, wäre aktuell nicht mehr erforderlich. Dennoch wird die Empfehlung, Grünkohl und andere Blattgemüse, wie Mangold und Spinat nicht zu verzehren, vorsorglich aufrechterhalten. Die Untersuchungen werden im Jahr 2026 fortgeführt.