Bezirksregierung Arnsberg genehmigt Hauptbetriebsplan 2018 - 2020
Die NRW-weit für Bergbau zuständige Bezirksregierung Arnsberg hat den Hauptbetriebsplan 2018-2020 für den Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlenrevier nach intensiver Prüfung genehmigt. Der jetzige Genehmigungsbescheid bildet die Grundlage für den Weiterbetrieb des Braunkohlentagebaus im Zeitraum 01.04.2018 bis 31.12.2020.
Artenschutz ist nach eingehender Prüfung sichergestellt
Der Zulassung war eine nochmalige eingehende Überprüfung der naturschutzrechtlichen Bedeutung des Hambacher Forstes vorangegangen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob die noch vorhandenen Waldflächen nachträglich in das europaweite Gebietsschutznetz Natura 2000 aufgenommen werden müssen. Das Verwaltungsgericht Köln hatte dies mit seinem Urteil vom 24.11.2017 bereits verneint.
Da das Urteil aber bislang nicht rechtskräftig geworden ist, wurde der Habitatschutz vorsorglich nochmals eingehend und intensiv geprüft. Im Ergebnis bestätigte sich hierbei, dass weder aus rechtlichen noch aus naturschutzfachlichen Gründen eine solche nachträgliche Schutzgebietserweiterung notwendig ist. Die bereits vorhandenen Schutzgebiete sind ausreichend, um Arten und Lebensräume zu schützen.
Beim Artenschutz wird ein von der Arbeitsgruppe „Bewahrung der Vorkommen von Fledermäusen im Bereich des Tagebaus Hambach und seinem Umfeld“ der Bezirksregierung Arnsberg erarbeitetes artspezifisches Monitoring seit 2004 durchgeführt und die Ergebnisse in speziellen regelmäßigen Monitoringberichten dokumentiert.
Rodungen erst ab Oktober 2018 statthaft
Die Rodungs- und Abholzungsmaßnahmen im Vorfeld des Tagebaus (Bereich des Hambacher Forstes) dürfen aus Gründen des Naturschutzes erst am 1.10.2018 wieder aufgenommen werden.
Der Braunkohlentagebau Hambach der RWE Power AG liegt zwischen Jülich im Kreis Düren und Elsdorf im Rhein-Erft-Kreis. Mit einer Jahresförderung von bis zu 45 Millionen Tonnen Braunkohle versorgt er die Kraftwerke Neurath und Niederaußem, die Veredelungsbetriebe Frechen, Fortuna und Knapsackerhügel sowie im Bedarfsfall das in die Sicherheitsbereitschaft überführte Kraftwerk Frimmersdorf."
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