
Bestimmte Blattgemüse weiterhin nicht verzehren
Im Rahmen der Untersuchungen wurden Grünkohlpflanzen in Gartenbeeten und in Containern mit Einheitserde exponiert und auf ihre Gehalte an Schwermetallen, wie Blei, Cadmium, Chrom, Nickel, Arsen, Kupfer und Zink, analysiert. Erstmals waren auch die Metalle Aluminium, Antimon, Barium, Cobalt, Eisen, Mangan, Molybdän und Vanadium in die Untersuchung einbezogen. Während die Untersuchungsergebnisse zu den Beetpflanzen Hinweise auf die gesamtheitliche Belastung der Pflanzen durch Aufnahme von Schadstoffen über den Boden (Wurzel und Spritzwasser) und die Luft geben, verweisen die Untersuchungsergebnisse zu den Containerpflanzen allein auf die Schadstoffaufnahme aus der Luft.
Für die Untersuchungen werden standardmäßig Grünkohlpflanzen ausgewählt, da diese die hier untersuchten Schadstoffe im Vergleich zu anderen Gemüsepflanzen besonders stark anreichern.
Die Untersuchungsergebnisse weisen auch für 2024 auf luftgetragene Schadstoffanreicherungen industrieller Herkunft hin. Im Vergleich zu industriefernen Regionen in NRW weisen die in Lüner Kleingärten untersuchten Pflanzen höhere Schadstoffgehalte auf. Dies betrifft die Schadstoffe Blei und Arsen und weniger häufig auch Chrom, Antimon, Vanadium, Barium und Aluminium. Eine Anreicherung der Schadstoffe Cadmium, Nickel, Kupfer, Zink, Cobalt, Eisen, Mangan und Molybdän aus der Luft konnte wie bereits in früheren Jahren auch in 2024 nicht nachgewiesen werden. Jedoch wurden Einträge von Blei, Arsen, Chrom, Cadmium, Nickel, Kupfer und Zink in verschiedenen Gärten auch über den belasteten Boden gefunden.
Eine gesamtheitliche Bewertung der sowohl über die Luft oder den Boden aufgenommenen Schadstoffe führt zur erneuten Empfehlung bestimmte Gemüsearten nicht zu verzehren.